Archiv: Vorbild im Ehrenamt - Ehrung 2019


Christine Hahn

Benachteiligte Menschen, Kinder ganz besonders, brauchen Förderung und dafür braucht es Förderschulen wie die Albert-Schweitzer Schule. Aber auch deren Möglichkeiten sind begrenzt. Wie gut, dass sich Menschen wie Christina Hahn für die Ziele einer Förderschule stark machen und diese tatkräftig unterstützen.
Mit viel Engagement und Enthusiasmus vermittelt sie seit fast 10 Jahren als Ehrenamtliche Lesestrategien. Sie übt mit den Kindern Lieder zum gemeinsamen Singen und Texte für Theaterstücke ein. Bei Kindern mit Förderbedarf braucht sie dafür viel Geduld. Die Schule weiß, was sie Christina Hahn zu verdanken hat, leistet sie doch Dinge, die im Schulalltag so manches Mal zu kurz kommen. Die Freude der Kinder am Erreichten ist der Lohn für ihr vorbildliches Engagement.

Alwin Finzel und Reinhold Höner

Sie sind sozusagen die guten Seelen von Elverdissen. Seit über 50 Jahren wirken beide an unterschiedlichen wie auch gleichen Enden bürgerschaftlichen Engagements für die Menschen in ihrer Nachbarschaft. CVJM, Evangelische Kirchengemeinde, Spielmobil, Handball und Geburtstagsblasen sind einige der Bereiche ihres Wirkens.
Dabei haben sie sowohl durch Vorstandsarbeit als auch in ganz praktischen Aufgaben ihren Mann gestanden und sowohl den Kleinsten als auch den Ältesten nachhaltig Gutes getan.
Alwin Finzel und Reinhold Höner haben Elverdissen in besonderer Weise geprägt Der Ortsteil und mit ihm die Hansestadt Herford bedanken sich bei beiden Elverdisser Urgesteinen für ihr Engagement.

Gerd Büntzly

Er ist ein Mann mit festen Überzeugungen. Ungerechtigkeit und Intoleranz sind ihm ein Dorn im Auge und geben ihm die Kraft für sein Engagement. Menschen mit geringem Einkommen, Erwerbslose und Hartz 4-Empfänger können sich seiner Solidarität gewiss sein. So war er sowohl bei der Vereinsgründung für Betroffene von Hartz 4 wie auch bei der des Tauschrings Herford mit von der Partie.
Gerd Büntzly ist außerdem Friedensaktivist. Er mischt bei der Gruppe attac mit, engagiert sich bei Demonstrationen, ist gewerkschaftlich bei Verdi aktiv und setzt sich für Flüchtlinge ein. Und diese Aufzählung ist längst nicht abgeschlossen.
Gerd Büntzly ist sicher auch unbequem, aber er ist vor allem eins – den Menschen in friedvoller Haltung zugewandt.

Brigitte Grube und Elke Nissen

Sie gehören zu jenen, die die Worte der Kanzlerin ‚Wir schaffen das‘ in die aktive Tat umsetzen. Die Integration von Flüchtlingen liegt ihnen am Herzen.

Sie wollen, das wir es schaffen – die bedürftigen Menschen in unsere Mitte zu holen und ihnen dabei behilflich zu sein, ein menschenwürdiges Leben zu leben.

Als die Nachbarschaftshilfe Helferinnen und Helfer suchte, waren sie zur Stelle und haben sich an die Arbeit begeben: unabhängig von Religion, Hautfarbe und Herkunft helfen beide bei der Bewältigung des Alltags von Familien, denen beinahe alles genommen wurde.

Mit Ausdauer und Verlässlichkeit reichen beide ihre Hände für Mitgefühl und Menschlichkeit – ein wahrer Reichtum unserer Gesellschaft.

Hannelore Tschirner


Hannelore Tschirner ist seit über 30 Jahren überzeugte und aktive Gewerkschafterin. Mit dem Ruhestand führte sie die gewerkschaftliche Arbeit zu den aktiven Verdi-Seniorinnen und ist Beispiel dafür, dass Gewerkschaftsarbeit keine Altersgrenze kennt.

Seit 9 Jahren engagiert sie sich im Herforder Seniorenbeirat.

Die politischen Entscheidungen des Rates und das tägliche Geschäft der Verwaltung verfolgt sie mit wachsamen und kritischen Augen.
Dazu kommt ihre kreative Ader. Als ‚Seniorina‘ schreibt sie humorvolle, aber auch scharfzüngige Kabarettstücke. So bietet sie vielen Menschen gute Unterhaltung – ehrenamtlich und kostenlos. Hannelore Tschirner ist eine wahre Bereicherung für den politischen und kulturellen Alltag der Hansestadt Herford.

das Willkommenscafé Stiftberg

Die Ankunft großer Gruppen von Flüchtlingen brachte 2015/16 Ungewissheit und Sorgen mit sich. Ein runder Tisch sollte dem entgegen wirken und die Menschen miteinander ins Gespräch bringen. Dies war auch der Beginn des Welcome Willkommenscafés Stiftberg. Dort treffen sich seitdem regelmäßig Flüchtlinge und Einheimische. Die Treffs sind mehr als Kaffee und Kuchen. Die Menschen kommen zusammen – sie reden und lachen miteinander und sie lernen sich kennen.
Das Welcome Café trägt dazu bei, dass aus Fremden Freunde werden. Das Schicksal von Flüchtlingen bleibt so nicht länger abstrakt – im Gegenteil: es wird konkret.
Für diese Gastfreundschaft und Solidarität bedankt sich die Hansestadt Herford sehr herzlich.